Wege entstehen dadurch, dass man sie geht!

Dieser Artikel ist interessant für Dich

  • Wenn Du mehr über mich wissen möchtest
  • Wenn Dich interessiert, wie entscheidend die richtige Frage ist
  • Wenn Du Dich fragst, was ein Katalysator mit meiner Arbeit zu tun hat

ManageMenschen – so fing es an

Vor ein paar Jahren stand ich beruflich an einem Scheideweg. Weitermachen wie bisher als Projektleiterin und Führungskraft? Oder mehr von dem machen, was ich am liebsten mache? Ich habe mich für die zweite Option entschieden. Heute habe ich meinen Traumberuf und bin Target Coach. Ich unterstütze Menschen darin, Klarheit zu bekommen, mit Freude zu arbeiten und zur richtigen Zeit das Richtige zu tun. Das ist es, was sich wie ein roter Faden durch mein Berufsleben gezogen hat. Was mich antreibt und was mir Spaß macht. Immer wieder habe ich Veränderungsprojekte angestoßen und geleitet.  Habe Menschen dazu gebracht, gemeinsam einen großen Stein ins Rollen zu bringen. Habe gesehen, wie Unmögliches möglich wurde und Menschen über sich selbst hinausgewachsen sind.

Nur einmal wollte es einfach nicht so recht klappen und ich war ratlos. Eigentlich war doch klar, was zu tun war, die einen wollten mitmachen, die anderen nicht. Was nun? Es gab drei Möglichkeiten – 1. Trotzdem machen. 2. Doch nicht machen? … und 3. anders machen! Aber WIE?

Ich war so angefressen, weil es mir dieses Mal nicht gelungen ist, den Funken richtig zu zünden, dass ich beschlossen habe, nicht mehr nur auf meine Intuition zu hören. Ich wollte das richtige Handwerkszeug lernen. Ich habe angefangen zu recherchieren, Fragen zu stellen, Fachbücher zu lesen. Dabei bin ich auf systemische Organisationsentwicklung gestoßen und mir war klar: DAS IST ES!

In der systemischen Organisationsentwicklung bin ich zu Hause

Ich habe eine Ausbildung zur Systemischen Organisationsentwicklerin angefangen. Untersuchungsgegenstand der systemischen Organisationsentwicklung ist Kommunikation. Wer redet wann mit wem worüber. Wie wird geredet, welche Muster sind zu erkennen? Wie lässt sich die Kultur beschreiben, welche Glaubenssätze und Gepflogenheiten gibt es? Wesentliche Grundannahme ist der Konstruktivismus – jeder hat seine eigene Sicht auf die Dinge. Und hat aus seiner Sicht recht.

Ich habe mich vom ersten Tag an in dem Thema zu Hause gefühlt. Was es für mich persönlich so attraktiv gemacht hat? Das sind im wesentlichen drei Dinge.

  • Die Haltung ist entscheidend: Systemische Berater arbeiten nach dem Neutralitätsprinzip. Der Kunde ist Experte für seine Lösung und der Berater unterstützt ihn offen, wertschätzend, stärkenorientiert
  • Neugier und starke Fragen sind grundlegende Tugenden. Beides sorgt dafür, dass Informationen zusammengetragen und ins Bewusstsein gerückt werden können. Außerdem regen gute Fragen zum Nachdenken an.
  • Beobachten und Handeln ist voneinander getrennt. Die Beobachtungen werden mit dem Kunden geteilt, sortiert und von ihm bewertet. Und dann kann zielgerichtet gehandelt werden.

Mein Plan ist aufgegangen: inzwischen bin ich zertifizierte systemische Organisationsentwicklerin (DGSF). Neben meiner Intuition habe ich nun einen gut bestückten Methodenkoffer und Fachwissen. Außerdem habe ich ein Netzwerk für regen fachlichen und Erfahrungsaustausch.

Mit diesem Rüstzeug habe ich mich selbständig gemacht und die ManageMenschen Organisationsentwicklung ins Leben gerufen, um künftig als Target Coach, als externe Beraterin Impulse für zielgerichtetes Handeln geben zu können.

Der erste Schritt in Richtung Traumberuf hat mich zu einem Existenzgründer-Coach geführt. Er hat mir zwei ganz simple Fragen gestellt, die mich noch lange beschäftigt haben.

„Gibt es nicht schon genug Berater?“

Die Frage musste kommen! Zu der Zeit steckte Target Coaching noch in den Kinderschuhen. Aber die Richtung war klar: „Die anderen machen vielleicht nicht das gleiche. Ich bin nicht der Coach, der Design Thinking oder Konfliktmanagement trainiert. Ich bin nicht die, die Teambuilding macht, damit hinterher alle ein bisschen netter zueinander sind. Ich bin die, die den Stein ins Rollen bringt. Ich sorge für einen roten Faden in Teams. Ich verbinde Menschen mit Ihren Aufgaben und sorge dafür, dass ihnen Spaß macht, was sie tun. Dass sie Mut und den nötigen Schwung haben. Ich sorge dafür, dass Ziele erreicht werden.“

„Welches Problem möchtest Du als Beraterin lösen?“

„Ich sorge dafür, dass der erste Schritt leicht fällt. Ich gebe Impulse, wenn Kopf und Bauch nicht das gleiche sagen. Ich sorge dafür, dass Teams in die gleiche Richtung schauen und ich wecke intrinsische Motivation. Das klingt jetzt ein wenig paradox, denn die kommt ja aus jedem selbst. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen zwischendurch vergessen, was sie einmal angetrieben hat oder zu viele Hindernisse sehen, um motiviert arbeiten zu können.“

Wie ich das mache? Ich beobachte, höre zu und höre dabei auch zwischen den Zeilen. Dadurch wird erkennbar, an welchen Stellen Glaubenssätze und reflexhafte Einschätzungen uns daran hindern, vorwärts zu kommen. Letztendlich können dadurch Entscheidungsprozesse erheblich verkürzt werden. Langwierige Diskussionen werden vermieden. Wenn es zäh wird, wenn es sich im Kreis dreht oder wenn ein schneller reibungsfreier Start erforderlich ist, sorge ich in kurzer Zeit für Klarheit und konkrete Schritte in Richtung Ziel.

Die Leitfrage ist entscheidend für Dein Vorhaben

Was mir Schwung gegeben hat bei der Existenzgründung war folgende Frage: „wie kann ich mir meinen Traumberuf erschaffen?“ Dahinter stand mein Wunsch, meine Stärken, meine berufliche Leidenschaft, meine Arbeit und mein Privatleben so zu vereinen, dass alles seinen Platz hat und erfolgreich funktioniert. Diese Frage und der Wunsch, der dahinter stand, waren mein Motor und haben mich weit gebracht!

Solche Fragen sind in vielen Organisationen zu hören. Die Fragen können für Schwung sorgen – oder für Lähmung. Ein Klassiker: „aber welchen Sinn macht das denn?“. In meinen Seminaren rede ich manchmal von „Mantras“. Das sind Fragen, Sätze, die immer wieder gesagt werden. Ich höre so etwas immer wieder. Im Target Coaching steckt in diesen Mantras eine große Chance, ein Vorhaben auf den Weg zu bringen oder zu reanimieren. Denn an diesen Mantras kann, wenn man sich die Wirkung einmal bewusst gemacht hat, gearbeitet werden.

In einem meiner letzten Projekte war das eindrücklich zu erleben. Es war „eigentlich klar, was zu tun ist“. Aber keiner hat den ersten Schritt gemacht. Es war auch klar, welche Auswirkungen das Projekt haben würde und wie so oft bei Change Projekten: die Auswirkungen für Einzelne waren groß. Und trotzdem oder gerade deshalb ging es keinen Schritt vorwärts. Was die Führungskräfte im Kick Off Workshop immer wieder nebenbei erwähnten war folgendes: „Für uns macht das keinen Sinn“. „Die Mitarbeiter fragen nach dem Sinn“. „Wir können keine vernünftige Antwort geben, wenn die Mitarbeiter nach dem Sinn fragen“. Die Führungskräfte waren im Wesentlichen damit beschäftigt, das Change Projekt, das sie gar nicht verantworten, zu rechtfertigen. Und was ihnen blieb, war ein blödes Gefühl den Mitarbeitern gegenüber und keine Chance auf Erfolg.

Die Lösung? Die richtige Frage stellen! Nachdem wir den Punkt im zweiten Workshop angesprochen hatten, war schnell klar, dass die „Sinnfrage“. nicht nützlich ist. Eine konkrete Leitfrage wurde erarbeitet, sie lag nahe. Die Veränderung kommt, das ist sicher. Aber: „wie machen wir das Beste daraus?“ Mit dieser Frage kam der Stein ins Rollen. Die Führungskräfte konnten Ihren Handlungsspielraum nutzen und das auch klar darstellen.

Klingt simpel? Ja, nur muss man erst mal darauf kommen! Das geht mit Impulsen von außen schnell und zielgerichtet. Ein externer Berater ist nützlich, wenn es darauf ankommt, mit unverstellten Blick von außen Gewohnheiten, Glaubenssätze und Denkmuster zu erkennen, widerzuspiegeln und neue Lösungsmöglichkeiten zu schaffen.

Meine Beratung wirkt wie ein Katalysator

Zurück zur Ausgangsfrage: Gibt es nicht schon genug Berater? Ja, mag sein, dass es viele gibt. Mich treibt die Frage an, wann ich denn nützlich bin als Berater. Dafür hat mir ein Kollege ein schönes Bild geschenkt. „Weißt Du, Du arbeitest wie ein Katalysator. Der beschleunigt Reaktionen, die auch ohne ihn stattfinden würden. Nur mit dem Katalysator läuft es zielgerichtet und viel schneller“.

Ich sehe viele Vorhaben, denen ein Katalysator gut tut! Wenn es schnell gehen soll und die Lage komplex ist. Wenn es zäh wird. Wenn es nicht vorwärts geht, obwohl der Plan gut ist. Wenn es zu lange dauert, alles mehrfach zu diskutieren und abzuwägen. Wenn die Sicherheit fehlt, das Richtige zu tun.

Ob es genug Berater gibt? Naja, eine hat noch gefehlt, finde ich.

Viele Grüße